Online-Casino-Spieler mit erhöhtem Risiko

OLYMPUS DIGITAL CAMERADie neuesten Veröffentlichungen über Möglichkeiten zur Aufdeckung der eigenen Identität im Tor-Netzwerk betreffen insbesondere Spieler in Online-Casinos. Nach Schweizer Recht ist die Spielteilnahme nicht strafbar, aber in anderen Ländern könnte dies ernste Auswirkungen haben. Online-Glücksspieler sind gleich doppelt betroffen.

Die Veröffentlichung einfacher Analysetechniken zeichnet ein Szenario, das die ständige Verbindung über das Tor-Netzwerk mit einem bestimmten Casino-Server – im Gegensatz zur sonst angenommenen Vermutung des Surfens auf verschiedenen Seiten – zur Aufdeckung der eigenen Identität über die wahre IP-Adresse führen kann. Der Grund dafür sind die inzwischen minimierten Verzögerungen auf dem Weg der Daten durch das anonymisierende Tor-Netzwerk, so daß Start und Ziel durch Übereinstimmung von Größe, Kennzeichen und Zeitablauf der Datenpakete in Verbindung gebracht werden können.

Die zweite aufgedeckte Schwachstelle ist die Benutzung von Bitcoin-Clients, die eine Rückverfolgung von Transaktionen zur eigenen Identität trotz der Nutzung des Tor-Netzwerks möglich macht, wie das Tor-Projekt selbst berichtet.
Hier gäbe es nach meiner Einschätzung eine mögliche Lösung: der Verzicht auf eigene Bitcoin-Clients und die Verwendung von Hybrid-Wallets, z. B. bei Blockchain.info.

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